Die alternative Leistungsbeurteilung hat an der ILB Tradition. Seit ihrer Gründung vor über 20 Jahren wurde hier eine lernbegleitende, wertschätzende, motivierende und lernförderlich wirkende Leistungsrückmeldung praktiziert und ständig weiterentwickelt. Durch das Pädagogik-Paket 2018 wurden aber die verpflichtenden Ziffernnoten wieder Wirklichkeit. Keine Schule, auch nicht innerhalb eines Schulversuchs, hat mehr die Möglichkeit selber zu entscheiden, welche Art der Leistungsbeurteilung die Schüler*innen bekommen sollen. Wir an der ILB empfinden das als besonders enttäuschend.

Denn Ziffernnoten halten einfach nicht, was sie versprechen: Noten sind weder objektiv, noch aussagekräftig, noch zuverlässig. Sie geben maximal Auskunft über die Leistungsunterschiede innerhalb der einzelnen Klassen, als Vergleich mit anderen Klassen oder gar Schulen sind sie völlig unbrauchbar. Aber das Wichtigste: sie taugen ganz sicher nicht als motivierende oder lerndienliche Rückmeldungen, was doch Sinn und Zweck von Leistungsbeurteilung ist. Noten sind was sie sind: das falsche Messinstrument und einfach nicht mehr zeitgemäß für eine Schule des 21. Jahrhunderts!

In diesem Referat geben wir einen kurzen Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur schulischen Leistungsbeurteilung.